Nur effektiver Meeresschutz hilft dem Watt

Pressemitteilung vom 17.03.2010 Zur Trilateralen Wattenmeerkonferenz auf Sylt und den Herausforderungen beim Schutz der Meere erklärt Valerie Wilms, Sprecherin für Maritime Politik und Nachhaltigkeitsbeauftragte:

17.03.10 –

Pressemitteilung vom 17.03.2010

Zur Trilateralen Wattenmeerkonferenz auf Sylt und den Herausforderungen beim Schutz der Meere erklärt Valerie Wilms, Sprecherin für Maritime Politik und Nachhaltigkeitsbeauftragte:

Der Schutz des Wattenmeeres hört nicht an der Grenze des Nationalparks auf: Die Ausweitung des Schutzstatus Particular Sensitive Sea Area (PSSA) würde ein positives Zeichen für den sicheren Schiffsverkehr im Wattenmeer setzen und Schiffsführer künftig darauf aufmerksam machen, dass sie durch sensibles Gebiet fahren. Die Bundesrepublik sollte sich jetzt mit den Partnerländern Dänemark und Niederlande einigen. Damit könnte die bisher erfolgreiche Arbeit fortgeführt und die Zukunft des einzigartigen UNESCO-Welterbes gesichert werden.

Wenn wir die Einzigartigkeit des Watts für die kommenden Generationen erhalten wollen, müssen wir europaweit und global auf Lösungen drängen. Dazu gehört genauso der Klimawandel mit Auswirkungen auf die Deichsicherheit wie auch der Müll im Meer. Immer häufiger werden Abfälle auf offener See illegal verklappt und landen schließlich im Schlick des Watts. Zunehmend leidet das sensible Ökosystem im Wattenmeer unter den Belastungen durch Plastikabfälle: Vögel und Meerestiere fressen kleine Kunststoffteile und verenden daran. Hinzu kommt die Zerstörung des Meeresbodens durch die Krabbenfischerei mit Grundschleppnetzen.

Wir fordern das Bundesumweltministerium dringend auf, hierzu Lösungsvorschläge vorzulegen und die Problematik bei der Konferenz auf die Tagesordnung zu setzen.

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