Brückensperrung: Chance für Kombinierten Verkehr

Die Sperrung der Rader Hochbrücke macht deutlich, wie anfällig unser Güterverkehr für Störungen ist, wenn er nur auf den Straßentransport setzt. Es muss mehr auf die Schiene verlagert werden. Die Sperrung der Brücke ist auch eine Chance für den defizitären Güterverkehr der Deutschen Bahn.

30.07.13 –

Zur Sperrung der Rader Hochbrücke sagt Dr. Valerie Wilms, Sprecherin für Bahnpolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen:

Die Sperrung der Rader Hochbrücke macht deutlich, wie anfällig unser Güterverkehr für Störungen ist, wenn er nur auf den Straßentransport setzt. Es muss mehr auf die Schiene verlagert werden. Die Sperrung der Brücke ist auch eine Chance für den defizitären Güterverkehr der Deutschen Bahn. Wir brauchen jetzt endlich ein nachhaltiges Konzept für den Güterverkehr nach Dänemark und Skandinavien, das auf die Kombination von Bahn und LKW setzt.

Herr Dr. Grube, schaffen Sie schnellstens ein konkurrenzfähiges und verlässliches Angebot für eine rollende Landstraße und den kombinierten Verkehr zwischen Hamburg und Flensburg an der dänischen Grenze. Die Spediteure werden es gerne nutzen, um den langen Staus auf den Umleitungsstrecken durch die schleswig-holsteinischen Orte zu entgehen. Die Menschen werden dankbar sein, wenn ihnen der Krach und Dreck durch die LKW-Umleitung erspart bleibt.

Das Beharren der Wirtschaft, von Schwarz-Gelb in Bund und Land und des Landes-Verkehrsministers Meyer auf der festen Fehmarmbeltquerung zeigt die fehlende Orientierung auf das ganze Land Schleswig- Holstein. Denn derzeit fließt das wenige vorhandene Geld für Infrastruktur in das Traumschloss Fehmarnbeltquerung. So wird der Norden Schleswig-Holsteins  vom Rest Deutschlands abgeschnitten. Beenden wir endlich die Träumereien und investieren nur noch in den Erhalt der schon vorhandenen Infrastruktur. Das sind wir unseren nachfolgenden Generationen schuldig. 

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